Rechtliche Aspekte und Finanzierungsfragen

Haben Personen mit Migrationshintergrund ein Recht auf interkulturelle Übersetzung? Diese Frage ist eine unmittelbare Folge der Forderung nach chancengleichem Zugang zu Institutionen, Stellen und Ämtern im Gesundheits-, Sozial- und Bildungsbereich.

Zu den Verpflichtungen des Staates sowie der rechtlichen Steuerung des interkulturellen Übersetzens wurden mehrere Studien durchgeführt, die klar ein Recht auf interkulturelle Übersetzung unterstützen. Ein solches Postulat verlangt natürlich auch nach der Klärung der Kostenübernahme und Finanzierung des interkulturellen Übersetzens.


Sprachenvielfalt und Sprachkompetenz in der Schweiz

Neu erschienen: Alberto Achermann/Jörg Künzli 2011: Welcome to Switzerland. Sprachenrecht im Zuwanderungsstaat

Wie soll der Staat mit der Tatsache umgehen, dass ein zunehmend bedeutender Teil der Bevölkerung über keine oder ungenügende Kenntnisse der lokalen Amtssprache(n) verfügt? Kann er Zuwanderer verpflichten, eine Amtssprache zu erlernen?
Diese und weitere Fragen werden in der Studie aufgenommen und als Beitrag zu einer zukunftsfähigen Sprachenpolitik diskutiert. Den Bestellschein finden Sie hier

NFP 56 Sprachenvielfalt

Auch im Schlussbericht Zum Umgang mit den neuen Sprachminderheiten im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms 56 Sprachenvielfalt und Sprachkometenzen in der Schweiz haben Alberto Achermann und Jörg Künzli 2009 das Recht auf Übersetzung aufgenommen. (S. Kapitel C „Staatliche Dolmetsch- und Informationsverpflichtungen“).