Interkulturelles Übersetzen im Gesundheitsbereich

Sprachliche Barrieren und kulturell divergierende Vorstellungen von Gesundheit erschweren die Beziehung zwischen Patientinnen und Patienten mit Migrationshintergrund und Fachpersonen des Gesundheitswesens. Der Einsatz von interkulturellen Übersetzenden vermag solche Schwierigkeiten zu vermindern. Die Bundesstrategie Migration und Gesundheit bezweckt deshalb im Gesundheitsbereich einen vermehrten und bedarfsgerechten Einsatz von professionellen interkulturellen Übersetzenden.

Das Bestreben, die Zusammenarbeit mit interkulturellen Übersetzenden zu institutionalisieren, entstand aus pragmatischen Gründen zur Überwindung der zahlreichen Verständigungs-schwierigkeiten im Gesundheitswesen. Zur Umsetzung dieses Vorhabens und zu seiner wissenschaftlichen Argumentation wurden auf verschiedenen Ebenen Studien, Bedarfsabklärungen, Kosten-Nutzenanalysen etc. durchgeführt.

Aus diesem Grunde liegen heute zu interkulturellem Übersetzen im Gesundheitsbereich zahlreiche Studien, Erfahrungsberichte, Projekte, politische Vorstösse sowie Materialien zur Bildung von transkulturellen Kompetenzen von Gesundheitsfachpersonen vor.

Argumente für den Einsatz von interkulturellen Übersetzenden bei ärztlichen Behandlungen finden Sie hier.


Aktuelles Forschungsprojekt

Das Dissprojekt "Anforderungs- und Rollenprofil für Dolmetschende im medizinischen Bereich" fokussiert auf die Qualität der Übersetzung zwischen medizinischen Fachpersonen und ihren Patientinnen und Patienten. Mehr zum dreijährigen Projekt finden Sie hier